Wir suchen ab sofort Verstärkung für unser Team im Herzen von Wiesbaden.

Die Stellen kann sowohl als Minijob, Teil- oder Vollzeit besetzt werden.

Wir bieten:

– die Behandlung aller Störungsbilder
– gut ausgestattete, helle und freundliche Therapieräume
– ein nettes junges Team
– einen PC gestützten Arbeitsplatz
– eine sehr gute Praxisausstattung in Therapiematerial / Diagnostikmaterial
– eine angemessene Einarbeitungszeit
– regelmäßige Teamsitzungen und interne Fortbildungen
– Supervisionen
– Hospitationen
– Kooperationen mit anderen Einrichtungen
– Leistungsgerechte Vergütung

Sie bieten:

– gutes theoretischen und praktisches Fachwissen
– Freude und Engagement an der logopädischen Arbeit
– Interesse am interdisziplinären Austausch
– Bereitschaft zur Teilnahme regelmäßiger Fortbildungen

– Bereitschaft für Hausbesuche

Wenn Sie eine abwechslungsreiche Aufgabe suchen, es schätzen in einem jungen und dynamischen Team zu arbeiten und mit Freude Ihre Tätigkeit ausüben, dann freue ich mich auf Ihre Bewerbung unter:

 

Praxis für Logopädie & Coaching

Frau Cordula Frenken

Friedrichstr. 55

65185 Wiesbaden

Telefon: 0611/36093903

info@frenken-logopaedie.de

 

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Die Wiesbadener Logopädin Cordula Frenken ist auf die Krankheit Autismus spezialisiert

Autisten haben Problem, in Kontakt mit anderen Menschen zu kommen.<br /><br />
	Symbolfoto: dpa
Symbolfoto: dpa

http://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/wiesbaden/nachrichten-wiesbaden/die-wiesbadener-logopaedin-cordula-frenken-ist-auf-die-krankheit-autismus-spezialisiert_14866823.htm

 

Von Angelika Eder

WIESBADEN – „Sie wissen nicht, warum sie mit anderen überhaupt reden sollen“, beschreibt die Logopädin Cordula Frenken das größte Problem der meisten Autisten. Auf dieses Krankheitsbild mit ungeklärten Ursachen hat sich die 32-Jährige als eine der wenigen Therapeuten in Wiesbaden spezialisiert.

Eltern betroffener Kinder finden, wie Nachfragen in hiesigen Kliniken ergaben, in der Regel nur Hilfe in Frankfurt oder Mainz, was allein aufgrund der Anfahrt ein Problem darstellt. Frenken hat deshalb derzeit schon ein Dutzend Patienten im Alter zwischen drei und neun Jahren mit dieser tiefgreifenden Entwicklungsstörung, aufgrund der sie „wie hinter einer Glasscheibe leben, nicht in Kontakt mit anderen Menschen kommen”.

Therapeutisches Spielen

Da es nicht den typischen Autisten gebe, verfüge auch nicht jeder, wie aufgrund des Films „Rainman“ häufig angenommen, über sogenannte Inselbegabungen, könne also etwa besonders gut rechnen oder gar schon vor der Einschulung lesen und schreiben. Letzteres beherrscht allerdings der sechsjährige Josua (Name geändert), dessen Mutter als einziges Elternteil bereit war, über das Leiden ihres Kindes zu sprechen. Anfangs sei ihr nichts aufgefallen, als Baby habe sich der Junge nicht von den älteren Geschwistern unterschieden; später zeigten sich jedoch starke sprachliche Verzögerungen und die Unfähigkeit, Regeln zu akzeptieren.

Auf Initiative des Kinderarztes wurde bei ihm im Alter von vier Jahren schließlich die Diagnose „Autismus” gestellt: „Das war am Anfang sehr schrecklich“, sagt die Mutter von vier Kindern. „Ich weiß nicht, wie es für ihn im Leben weitergeht, und habe deshalb viel Angst!“

Eine große Hilfe seit Anfang dieses Jahres sei die Therapie von Cordula Frenken. Diese arbeitet den individuellen Erfordernissen entsprechend etwa völlig strukturiert mit Bildkarten oder im Freispiel mit therapeutischem Spielzeug. Als „Therapie nach Frenken” beschreibt das augenzwinkernd die Expertin, die übrigens ein Buch über Mutismus, also psychogenes Schweigen, schrieb. Bei Josua integriert sie das Schreiben, das sich das Vorschulkind in Deutsch und in Englisch selbst beibrachte. Während es malt, schreibt und die Stifte immer wieder anders vor sich anordnet, erweitert die Therapeutin mit großer Geduld seinen Wortschatz. Und die Mutter des Kleinen berichtet, dass er sehr gerne in die Praxis in der Friedrichstraße komme und inzwischen sogar über seine Stunden zu Hause erzähle. Dort spielten sie und die Geschwister oft mit Bällen oder Autos mit ihm, überdies lege sie großen Wert auf gesunde Ernährung: „Viele Süßigkeiten machen ihn hüpfelig“, berichtet die junge Frau mit Migrationshintergrund anschaulich.

Die logopädische Therapie, die Ärzte autistischen Kindern übrigens budgetfrei verschreiben können, hätten den Umgang mit ihm im Alltag sehr viel entspannter werden lassen, betont sie: „Er lernt Regeln, er lernt, um Hilfe zu bitten, er kann einen ganzen Satz sagen und manche Gefühle benennen. Im Vorbereitungskurs meldet er sich sogar und geht an die Tafel.“

 

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Wann braucht mein Kind Logopädie?

Nachfolgend finden Sie eine Checkliste, bei welchen Merkmalen es ratsam ist Ihr Kind beim Logopäden vorzustellen:

– Wenn das Kind wegen sprachlicher Anforderungen zu leiden beginnt (z.B. wenn andere Kinder über seine Sprechweise lachen, und es möglicherweise deshalb nicht mehr mit ihnen spielen will, sie schlägt oder wenn es deswegen weint)

– Wenn es wegen seiner Sprachprobleme sein Verhalten unangemessen ändert (z.B. nicht mehr spricht, bedrückt oder gereizt wirkt, den Clown spielt)

– Wenn es immer wieder mit seiner Sprache scheitert und es deswegen weniger oder nicht mehr spricht oder andere Worte sucht oder sich schämt (es sagt: „ich kann das doch nicht“ und sein Sprechen als „schlecht“ bezeichnet)

– Wenn erhebliche Defizite gegenüber Gleichaltrigen bestehen

– Wenn es sprachlich resigniert (keine Verbesserungsversuche mehr macht und/oder nur noch zeigt, was es will und sich zurückzieht)

– Wenn es wegen des Sprechens Minderwertigkeitsgefühle zeigt (schlägt andere, wertet sich ab, Rückzugsverhalten)

– Wenn es Ausweichverhalten hat (zeigen statt sprechen, bestimmte sprachliche Anforderungen umgeht)

– Wenn die erziehenden Personen unsicher oder uneinig sind, wie sie mit der Problematik umgehen sollen (soll das Kind evtl. zu etwas gezwungen werden?)

– Wenn die erziehenden Personen im Zweifel darüber sind, ob die Problematik therapiebedürftig ist

– Wenn die Fördermöglichkeiten der Bezugspersonen vom Kind nicht mehr akzeptiert werden oder sogar zu deren Ablehnung führt

– Wenn die Bezugspersonen aufgrund der Unsicherheit oder Angst um die Problematik das Kind gefühlsmäßig weniger mögen oder psychisch entgleiten (unangemessene Strafen oder Härte)

– Wenn Zeitdruck besteht (z.B. Einschulung, altersbedingte Spracherwerbsgrenze)

– Wenn besonders erschwerende Voraussetzungen für die Sprachentwicklung bestehen (z.B. Körperbehinderung, Hörprobleme, die im Zeitraum des Spracherwerbs bestehen oder bestanden haben, Verhaltensauffälligkeiten, wie übermäßige Ängstlichkeit oder Unruhe, Entwicklungsverzögerungen in anderen Bereichen, wie Motorik, Sozialverhalten), die eine besondere Förderung sinnvoll erscheinen lassen

– Wenn die eigenen Möglichkeiten nicht ausreichen (z.B. bei Eltern, die nur gebrochen deutsch sprechen oder mit ausgeprägtem Dialekt)

 

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Autismus

Das Störungsbild Autismus beschreibt per Definition eine tiefgreifende Entwicklungsstörung, die häufig in den ersten 3 Lebensjahren beginnt. Der Autismus wird als eine angeborene, unheilbare Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsstörung des Gehirns beschrieben. Man könnte den Autismus auch als abweichender Informationsverarbeitungsmodus beschreiben, welcher sich durch Schwächen in sozialer Interaktion und Kommunikation sowie durch stereotype Verhaltensweisen äußert.

In aktuellen Diagnosestellungen wird zwischen dem frühkindlichen Autismus und dem Asperger-Syndrom unterschieden. Zur Unterscheidung der verschiedenen Ausprägungen, die in verschiedene Schweregrade unterteilt ist, dient das Autismussprektrum (ASS). Eine genaue Abgrenzung ist allerdings nur selten sehr genau möglich, da die Verläufe eher fließend sind.

Das Asperger-Syndrom unterscheidet sich vor allem in der „normalen“ Entwicklung des Kindes. Die Kinder mit Asperger-Syndrom weisen eine normale kognitiven Entwicklung als auch eine altersgerechte Sprachentwicklung auf. Allerdings sind Auffälligkeiten in der psychomotorischen Entwicklung und sozialen Interaktion festzustellen.

Autistischen Kinder können von Beginn an keinerlei Gesten oder ein Lächeln äußern. Auch lässt sich immer wieder beobachten, dass keine Wörter von ihnen verstanden werden. Sie machen den Anschein, als ziehen sie sich in „ihre Welt“ zurück und kapseln sich „autistisch“ ab.

Kleinste Veränderungen ihrer Umwelt können sie stark erregen. Ein Rollenspiel ist mit autistischen Kindern selten möglich. Auch verwenden sie ihr Spielzeug immer in gleicher Art und Weise und häufig zweckentfremdet. Oft lässt sich beobachten, dass autistische Kinder eigene Stereotypen entwickeln: z.B. Drehen der Räder vom Spielauto, malen von Kreisen, klopfen mit den Händen auf den Tisch.

Ebenfalls kann es bereits im Säuglingsalter zu Problemen bei der Nahrungsaufnahme kommen. Da Autisten eher selten einen intensiven Körperkontakt zulassen kann es zu Schwierigkeiten beim Stillen oder späterem Füttern kommen.

Die intellektuelle Begabung autistischer Kinder ist sehr unterschiedlich. Es gibt Kinder mit geistiger Behinderung bis hin zu ganz normaler Intelligenz. Allerdings lassen sich immer wieder Teilleistungskompetenzen in technisch-mathematischen Bereichen oder der Musik finden.

Worin der Autismus seine Ursachen hat, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Allerdings gilt als gesichert, dass biologische Faktoren eine bedeutende Rolle spielen. Vieles spricht dafür, dass unter den Autismus-Ursachen genetische (d.h. erblich bedingte) Faktoren eine wichtige Rolle spielen. So zeigen nahe Verwandte von Autisten häufiger ebenfalls autistische Züge oder einem Autismus ähnliche Symptome.

Die Autismus-Therapie ist individuell: Die Vorgehensweise richtet sich immer nach den einzelnen Autisten und ihren jeweiligen Einschränkungen, aber auch nach ihren Stärken. Allerdings zielt die Behandlung autistischer Menschen nicht darauf ab, sie zu heilen, denn: Eine Heilung des Autismus im klassischen Sinn ist nicht möglich – die Störung begleitet die Betroffenen trotz Therapie ihr Leben lang und schränkt sie mehr oder weniger besonders in ihrem Sozialleben ein.

Allgemein ist es wichtig, dass eine Autismus-Therapie folgende übergeordnete Ziele verfolgt:

  • Die normale Entwicklung der Betroffenen fördern,
  • Hilfe und Unterstützung im Umgang mit anderen Menschen bieten,
  • eingefahrene (rigide) und sich wiederholende (stereotype) Verhaltensweisen abbauen,
  • die Familie der Betroffenen unterstützen.

Gerne informieren wir Sie über unsere logopädischen Behandlungsmethoden. Rufen uns einfach an oder kommen Sie in unsere logopädische Praxis in der Wiesbadener Innenstadt.

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Cordula Frenken Buchcover Cordula Frenken Buchcover hinten

Cordula Frenken hat ihr erstes Buch mit dem Titel „Elternarbeit in der logopädischen Therapie bei kindlichem Mutismus“ veröffentlicht.

Das Buch beschäftigt sich mit der Beschreibung von Elternarbeit in der logopädischen Therapie von kindlichem Mutismus. Es zeigt auf, wie Modelle der Elternarbeit in der logopädischen Therapie von kindlichem Mutismus in nationaler und internationaler Literatur dargestellt, integriert und angewendet werden. Dazu werden sowohl fünf Modelle der Elternarbeit erläutert, als auch fünf Therapiekonzepte aus der kindlichen Mutismustherapie mit dem Aspekt der Elternarbeit vorgestellt. Weiter werden die verschiedenen Modelle der Elternarbeit in den jeweiligen Therapiekonzepten aufgezeigt. Es wird beschrieben, dass in die logopädischen Therapiekonzepte von kindlichem Mutismus bereits verschiedene Kombinationen der Elternarbeit gehören. Es konnte jedoch kein Therapiekonzept gefunden werden, welches nur ein Modell der Elternarbeit verwendet.

Wir sind stolz auf unsere Autorin und freuen uns mit einer Expertin für selektiven Mutismus in unserer Praxis in Wiesbaden zusammen arbeiten zu dürfen. Bei Fragen zum Thema selektiver oder kindlicher Mutismus haben, beraten wir Sie gerne.

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Wenn sie noch mehr wissen wollen, schauen sie doch mal auf unserer Infoseite vorbei
Störungsbilder

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